00:00:00: Bei einem Kundenprojekt gibst du alles.
00:00:03: Und zwar wirklich alles!
00:00:04: Du arbeitest abends noch dran, du denkst nachts dran wenn du zwischendrin aufwachst.
00:00:09: Du entwickelst Ideen weit über das hinaus was mit dem Kunden eigentlich vereinbart war weil du es einfach perfekt machen willst.
00:00:19: Weil du weißt dass da noch so ein bisschen mehr drin ist und weil da irgendwie auch dein Name dran hängt.
00:00:27: Und dann schickst du basierend auf dem Kostenfondschlag, den du von der Weile dem Kunden so geschickt hast.
00:00:35: Die Rechnung raus und diese Rechnungen die passt nicht mehr zu dem was du wirklich investiert hast.
00:00:43: Heute sprechen wir in dieser Podcast-Episode genau über dieses Phänomen, über den Moment, in dem dein Qualitätsanspruch diese wunderbare Eigenschaft, die dich zu einem richtig guten Unternehmer, zu einer richtig guten Unternehmen macht.
00:00:58: Genau das wird was dir am meisten schadet und ich habe eine Klientin die im Bereich Raumausstattung tätig ist.
00:01:09: Und das ist nicht die erste Klientin in dem Bereich, aber ich möchte dir heute von ihr erzählen und dich mit in diesen Case reinnehmen!
00:01:20: Sie ist unfassbar talentiert, sie ist leidenschaftlich, sie is mit ganzem Herzen dabei – mit einem unglaublichen Gespür für Räume und für das was ihre Kunden wirklich brauchen.
00:01:34: Sie ist genau die Art von Frau, bei der du sofort merkst woher sie liebt so was sie tut und genau das war halt eben auch ihre allergrößte Challenge.
00:01:45: Immer dann wenn sie ein neues Projekt reinbekommen hat, hat sie mit einem recht klar definierten Kostenvornschlag gestartet, Scope-Leistungen
00:01:54: etc.,
00:01:55: alles mit dem Kunden besprochen, alles vereinbart, soweit erstmal so gut.
00:02:00: Aber dann hat ihre eigentliche Arbeit angefangen und dann kamen noch weitere Ideen rein.
00:02:06: Und da kam so dieses Gefühl auf, ich könnte das noch weiter optimieren!
00:02:10: Das ist noch nicht ganz fertig.
00:02:12: Das wird ihnen irgendwie noch mehr Aufmerksamkeit.
00:02:16: Sie hatte Raumkonzepte gebaut weit über den vereinbarten Umfang hinaus Und sie hat mehr recherchiert, sie hat noch mehr visualisiert.
00:02:27: Sie hat noch mal über das Projekt nachgedacht und nicht weil der Kunde das irgendwie nachgefragt hat oder irgendwie gesagt hat, hey bei diesen Vorschlägen das genügt mir noch nicht sondern weil ihr eigener Anspruch, Ihr eigenes Gefühl für Perfektionismus genau das eingefordert hat.
00:02:49: Das Ergebnis war dann eben am Ende, dass die Projekte ganz, ganz oft ein Vielfaches der Zeit benötigt haben, die sie eigentlich ursprünglich mal einkalkuliert hat und dass ihre Rechnungen halt eben auch nicht mehr zu dem zeitaufwand gepasst haben den sie eigentlich vorhermal kalkuliert hatte.
00:03:09: Und daraus ist auch irgendwie so eine Erschöpfung resultiert, die sich wie Beton angefühlt hat.
00:03:16: Und bevor ich dir jetzt erzähle, was wir gemeinsam gemacht haben wie wir dieses Projekt gemeinsam angegangen sind, möchte ich kurz bei diesem Pattern bleiben, ja?
00:03:25: Denn ich erlebe das regelmäßig, ihr habt es gerade eben schon anklingen lassen.
00:03:28: Das ist natürlich nicht nur im Bereich Raumausgleichung so sondern das trifft vor allem kreative Berater-Beraterinnen Handwerker all diejenigen, die nicht einfach nur ihren Job machen in ihrem Business, in ihrer Selbstständigkeit.
00:03:47: Sondern die sich auch zu einem großen Teil mit ihrer Arbeit eben identifizieren.
00:03:52: Stolz drauf sind was sie abliefern.
00:03:54: und weißt du ich empfinde das auf der einen Seite so wahnsinnig wunderschön.
00:03:59: und diese Anspruch ist eben auch ganz ganz oft der Grund dafür dass dein Business überhaupt funktioniert ja?
00:04:07: Und warum Kunden immer wiederkommen!
00:04:08: Warum Sie dich
00:04:09: empfehlen?!
00:04:11: Aber es gibt davon halt eben auch eine Kehrseite.
00:04:14: Und diese Kehr-Seite, die ist türkisch!
00:04:17: Weil sie sich so lange wie so ne Tugend anfühlt... Das macht man doch so und... Weißt du der Punkt an dem Qualitätsanspruch in einen unkontrollierten Perfektionismus kippt?
00:04:32: Das ist genau der Punkt, an dem Du aufhörst Unternehmerin beziehungsweise Unternehmer zu sein und anfängst dein Business zu finanzieren.
00:04:43: Und zwar mit deiner Zeit, mit deine Energie und auch mit deinem Privatleben!
00:04:47: Und ich frage dich jetzt an diesem Punkt einfach mal so ganz direkt Wann hast du zuletzt ein Projekt pünktlich im vereinbarten Rahmen und ohne das Gefühl abgeschlossen dass Du eigentlich noch mehr hättest machen müssen?
00:05:02: Wann war das?
00:05:04: Yes Genau Das was meine Klientin beschrieben hat und was ich eben auch immer wieder höre, das ist so eine ganz spezifische innere Zerrissenheit.
00:05:16: Und vielleicht kennst du dich da auch drin wieder?
00:05:20: Dass auf der einen Seite die Designerin, die Kreative, die Frau, die weiß dass in diesem Projekt noch so viel mehr Potenzial steckt!
00:05:28: Die den Kunden wirklich begeistern will, die das allerbeste für diesen Kunden geben möchte ja... Und dann ist da natürlich auch auf der anderen Seite die Unternehmerin, diejenige, die die Zahlen kennt.
00:05:45: Die weiß das Kapazitäten irgendwo endlich sind und die eben eigentlich auch weiß dass sie für den nächsten Monat schon ein weiteres Projekt zugesagt hat.
00:05:57: Das, was ich jetzt gerade eben reinbutte, das kann ich grade nicht in Rechnung stellen weil es über den ursprünglichen Kostenfondschlag hinausgeht.
00:06:05: Und diese zwei stimmen die Kämpfen miteinander und meistens gewinnt... Was denkst du?
00:06:13: Meistens gewinnt die Kreative!
00:06:15: Weil sie lauter ist, weil sie sich besser anfühlt ein Stück weit und weil dieses Ich muss es noch fertig machen, sich ehrenhafter anfühlen als Stopp, hör mal auf.
00:06:28: Halt mal kurz inne und guck nochmal kurz auf den KVA.
00:06:31: Das war nicht vereinbart!
00:06:33: Die Folge ist... meine Klientin stürzt sich noch tiefer in Projekte als es eben vereinbart war Und irgendwann war da kein Feierabend mehr, da war keine Wochenende mehr Da war kein Raum mehr für sie selbst.
00:06:49: Da waren hauptsächlich Projekte, da war Druck.
00:06:51: Da war auch so nagen.
00:06:53: das Gefühl Boah ich kann dem Ganzen nicht wirklich nahe.
00:06:57: Ich kann dem irgendwie nicht gerecht werden.
00:07:00: und als wir angefangen haben zusammenzuarbeiten War das eines der ersten Dinge die wir angeschaut haben.
00:07:05: So wo verlierst du eigentlich?
00:07:07: Die Kontrolle über deine Projekt?
00:07:09: und die Antwort die war ganz ganz klar.
00:07:11: es gab nämlich keinen definierten Kundenprozess Keinen klaren Rahmen der schwarz auf weiß dokumentiert was zu einem projekt gehört und war es eigentlich nicht.
00:07:21: Und wir haben dann gemeinsam definiert, welche Leistungsschritte in welchem Projekt eigentlich enthalten sind.
00:07:28: Das heißt das war der erste Schritt.
00:07:30: ja ein klarer dokumentierter Kundenprozess.
00:07:33: wenn man uns überlegt was ist Standard?
00:07:35: Was ist individuell?
00:07:36: Wo ist die Grenze?
00:07:37: Und das klingt zu simpel aber das ist es nicht, wenn du es noch nie gemacht hast, weil dich zwingensbewusste Entleidung zu treffen, was gehört jetzt hier wirklich mit rein?
00:07:49: Was ist extra?
00:07:50: und das schafft Klarheit.
00:07:52: Und zwar für Dich und auch für Deine Kunden!
00:07:54: Und mit dieser Klarheit kannst Du das Ganze dann natürlich auch dementsprechend ganz anders transportieren.
00:08:01: Der zweite Schritt war dann eine Preiskalkulation aufzusetzen die wirklich funktioniert.
00:08:08: ihre preise Die hatten bis dahin recht wenig mit dem tatsächlichen Zeitaufwand zu tun.
00:08:15: Und wir haben das gemeinsam geändert, weil eine Kalkulation die ehrlich ist, die Widerspiegel was ein Projekt tatsächlich kostet wenn man es richtig macht, die ist halt wirklich einfach gold wert.
00:08:28: ja und des Ergebnis davon war dann sie konnte ihre Preise erhöhen und zwar nicht weil sie einfach nur out of the blue mehr wollte sondern weil sie endlich sehen konnte was ihrer Arbeit alles eigentlich wirklich wert ist.
00:08:42: Also wenn du diesen kompletten Kundenprozess einmal vor Augen hast und siehst, hey das mache ich alles während der Buchungsphase.
00:08:50: Das kommt in die Onboarding-Phase rein.
00:08:52: Das ist hier eigentlich eine Zusammenarbeit ja?
00:08:55: Das gebe ich dort alles rein mein ganzes Herz zu meinen ganzen Gedanken meine ganzen Ideen diese ganze Ausarbeitung Und so sieht er Absellprozess oder der Offboarding-Prozess aus, je nachdem.
00:09:07: Dann kannst du das einfach auf einer ganz anderen Ebene greifen und auch den Wert für deinen Kunden auf einem anderen Level nochmal spüren.
00:09:16: Und stehst dann natürlich auch viel solider hinter deinen Preisen und kann sie natürlich dann viel solide kommunizieren.
00:09:24: Es wird einfacher durch diese Klarheit!
00:09:27: So... Und im dritten Schritt haben wir dann noch die Kapazitätenplanung mit dazugenommen.
00:09:32: Das heißt, wann ist denn jetzt wirklich Platz eigentlich für das nächste Projekt?
00:09:36: Was dann jetzt kommen soll?
00:09:38: und ich glaube dass war Mit der wirkungsvollste schritt weil wir haben sichtbar gemacht Wann ihre kapazitäten jetzt tatsächlich frei sind und zwar nicht nur aus dem nicht nur im Kopf, also nach so einem Bauchgefühl sondern tatsache schwarz auf weiß.
00:09:55: Das heißt die guckt jetzt auf ihr Projektwort und weiß okay da bin ich für diese Projekte gebucht und ab dann und dann habe ich wieder freie Zeit und das ist so viel wert gerade auch dann wenn du mal spontan reagieren musst weil weißt du solange du nicht weißt wie voll du wirklich bist, wirst du immer wieder einfach blind out of the nowhere Projekte zu sagen und Du wirst immer wieder in diesen Strudel reingeraten dass du eigentlich Sachen annimmst die du auf der zeitlichen Ebene gar nicht annehmen kannst.
00:10:29: So ich will jetzt aber auch noch in dieser Podcast Episode einen Schritt weitergehen Denn Strukturen das ist es eine und das ist irre irre wichtig.
00:10:41: Aber Strukturn alleine lösen das Problem nicht komplett Denn meine Klienten musste auch an ihre eigenen inneren Haltung arbeiten.
00:10:48: Und zwar am Glaubenssatz, wenn ich hier nicht alles und noch mehr gebe bin ich nicht gut genug!
00:10:56: Das ist kein Toolproblem das ist ein Haltungsproblem.
00:11:00: Die Wahrheit ist es völlig in Ordnung einem Kunden zu sagen dass man super gerne dieses Projekt macht aber halt erst ab Woche X starten kann.
00:11:13: Ich empfinde das sogar als wahnsinnig professionell.
00:11:16: Es zeigt nämlich, dass du dein Business im Griff hast, dass Du weißt wo du stehst, was du tust und deine Kapazitäten sind.
00:11:26: Das Schöne ist eben wenn du dann gute Prozesse hast oder Vorlagen hast, wenn du weißt was zu jedem Projekt gehört, dann schaffst du auch damit den richtigen Raum für Deine eigene Kreativität.
00:11:43: Was meine ich damit?
00:11:44: Du bist nicht mehr im Chaos unterwegs.
00:11:47: Du hast die Kontrolle und aus diesem Space, den du dann schaffst daraus entstehen die besten Idee Wenn du weißt es ist Raum für alles da.
00:12:00: Und heute sagt meine Klientin Projekte dann zu wenn sie weiß dass ihr die Kapazitäten auch wirklich dafür hat.
00:12:06: Sie rechnet zum vereinbarten kostenvollen Schlag ab.
00:12:11: Sie hat jetzt auch am Freitag-Nachmittag, so wie sie sich das immer gewünscht hat, eben auch Zeit für sich und hat den wieder frei.
00:12:19: Und er hat am Wochenende wieder Space ohne Kundenanfragen bzw.
00:12:24: ohne dass sie Kundenanrufe beantworten muss.
00:12:31: Wenn du dich vielleicht auch in dieser Story ein bisschen wiedererkennst dann nimm dir vor allem die folgenden drei Sachen mit.
00:12:39: Nummer eins Dein Perfektionismus, das ist eine Stärke.
00:12:45: Das ist aber nur dann einer Stärke wenn dein Perfekcionismus auch gewisse Grenzen hat und wenn du die halten kannst.
00:12:54: Das heißt definier ganz klar was bedeutet für dich eigentlich dieser Zustand fertig?
00:13:00: Und dann halte dich auch daran!
00:13:02: Das zweite ist ein klarer Kundenprozess in meinen Augen absolut kein bürokratisches Übel, sondern ein klare Kundenprozess schafft Freiheit, schafft Freiraum.
00:13:15: Schafft Space für Kreativität.
00:13:18: und das dritte ist du kannst kein gutes Business führen wenn deine Kreativity durch Zeitdruck- und Überlastung permanent zerquetscht wird.
00:13:29: Strukturen schützen dich und deine Energie und damit natürlich auch deiner eigene Qualität.
00:13:36: Und wenn du gerade innerlich nix und dir denkst, ja genau das ist mein Thema dann lass uns super gerne gemeinsam dein Business unter die Lupe nehmen.
00:13:47: Ich biete eins zu eins Projekte im Business Consulting an und wir können gemeinsam genau das aufbauen, wovon ich grade gesprochen habe.
00:13:57: Das heißt ein Kundenprozess, der zu dir und zu deinem Business passt.
00:14:01: Eine Kalkulation die wirklich ehrlich ist Die auch hundert Prozent deine eigenen Zahlen abbilden Und Strukturen die dir wieder Raum geben und zwar für dich als Mensch Für dein Privatleben und natürlich auch für deinen Business.
00:14:19: und Den Link dafür zu dem Strategiegespräch Findest du, wie immer in dem Show notes.
00:14:25: Du kannst da einmal draufklicken und schauen, welcher Termin für dich passt.
00:14:30: Bust ich dort ein und dann sprechen wir ganz bald!
00:14:33: Ich freue mich total darauf deine Geschichte zu erfahren und gemeinsam mit dir zu gucken, an welchen Hebeln können wir ansetzen?
00:14:42: Tausend Dank, dass du heute wieder dabei warst.
00:14:45: Ich freu' mich von dir zu hören.
00:14:47: Alles Liebe und bis ganz bald.